Wichtige Infos rund um den Hund ...

 ??? Brustgeschirr oder Halsband für meinen Hund ???

 

Hallo, liebe Hundefreunde!

Hier sind aktuelle Infos und Links für alle interessierten Hundehalter/Innen bzw. auch für alle „absoluten Brustgeschirr-Gegner/Innen“ … ;-)

Meine VÖHT Vereinskollegen/Innen und ich versuchen schon seit Jahren die Leute bezüglich der möglichen physischen und psychischen Auswirkungen in Verbindung mit Zug am Halsband aufzuklären – nun gibt es eine weitere Studie, welche das bei vielen Hundehaltern- oder Trainern leider noch immer umstrittene Thema „Empfehlung von Brustgeschirr“ betrifft!

In diesem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen, dass ich das Führen am gut sitzenden Brustgeschirr vor allem bei (noch) nicht leinenführigen Hunden (z.B. Welpen, Junghunde, Hunde mit noch nicht ausreichender Impulskontrolle, etc.) bzw. Hunden mit Erkrankungen des Bewegungsapparates oder bei Verhaltensproblemen („Leinenaggression“, gesteigertes Aggressionsverhalten ggü. Artgenossen u./o. Menschen, Angststörung, Aufmerksamkeitsdefizite, etc.) und bei Hunden mit erhöhtem Stresslevel (z.B. hyperaktive Hunde, Tierheimhunde, etc.) empfehlen. Die Verwendung des Brustgeschirrs ist natürlich nicht die „alleinige Lösung“ eines Problems, sondern eines der individuellen Kriterien, das für die Arbeit an der erwünschten Verhaltensänderung zu empfehlen ist.

 Und ich möchte in diesem Zusammenhang auch darauf hinweisen, dass es einem physisch und psychisch gesunden, leinenführigen Hund (= ein Hund, der gelernt hat, dass er nie an der Leine zieht – auch nicht bei äußeren Reizen wie Begegnungen mit anderen Hunden oder Wildtieren) nicht schadet, wenn er an der lockeren Leine mit einem normalen Halsband (kein Zughalsband!) geführt wird oder frei laufend ein Halsband trägt. Es ist somit strikt abzulehnen, wenn jemand im Übereifer auch jenen Hundeführern pauschal ein Brustgeschirr „aufzwingen“ oder diese gar anschwärzen will, die ihren gut leinenführigen Hund mit Halsband an lockerer Leine führen! Von diesbezüglicher Unfairness und Extremismus distanziere ich mich persönlich genauso wie ich mich von tierquälerischen Trainingsmethoden distanziere!

Auch für Hundeaussteller ist es kein Problem, wenn der leinenführige Hund im Ring mit dem erforderlichen Halsband vorgestellt wird und dann je nach privaten Situationen (ganz oder teilweise) am Brustgeschirr geführt wird – der Hund kann sehr schnell umlernen, es ist immer nur eine Sache der guten Übung J

 Aber in allen anderen Fällen (siehe Beispiele oben) empfehle ich, dass sich die Hundebesitzer/Innen Gedanken machen sollten, ob sie ihren Hund nicht doch lieber an einem gut sitzenden Brustgeschirr führen und die Leinenführigkeit und ggf. bessere Impulskontrolle des Hundes positiv & konsequent üben sollten.

Dazu stimmt mich auch sehr nachdenklich, wenn manche Leute ihren Hund gar nicht zur Leinenführigkeit erziehen und ihn einfach ziehen lassen „ weil er eh´ ein Brustgeschirr trägt“ – das ist natürlich auch absolut abzulehnen! Solche Negativbeispiele werden logischerweise auch gerne von den „strikten Gegnern“ des Brustgeschirrs als Gegenargument verwendet! Aber auch das ständige Ziehen am Brustgeschirr ist weder angenehm, noch gesund! Die gesundheitlichen Schäden des Hundes kommen hier meistens nicht so massiv oder viel später als beim Zug am Halsband, aber auch ständiger Zug am Geschirr ist für den Bewegungsapparat und den Stresslevel kontraproduktiv - für Hund UND Halter! Und auch Zug (Leinenruck) am Geschirr kann vor allem bei o. a. Verhaltensproblemen ebenso negative Auswirkungen auf den Hund haben!

Somit ist ein Brustgeschirr eindeutig kein „Freibrief“ für mangelnde Erziehung bzw. fehlendes Knowhow und Fingerspitzengefühl des Hundehalters!

 Interessante Links zum Thema gibt es auch hier:

-       Hundeschule Best Friends - Infos zum Thema Brustgeschirr

-   Studie: Halsband und Augendruck (Hundeschule Animal Learn)

-       "Brustgeschirr statt Zug am Hals" auf spass-mit-hund.de

-       Infos zum Brustgeschirr bei "Vierpfoten"

-       Auswirkung von Leine und Halsband auf das Verhalten des Hundes – auf Vetcontact

Mit lieben Grüßen,
Andrea Eder

Präsidentin der VÖHT - Vereinigung Österreichischer. Hundetrainer www.voeht.at

Hundeschule LUCKY DOGS www.lucky-dogs.at

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  Der verantwortungsvolle Hundehalter  ...
  • behandelt seinen Hund mit Würde und Respekt und integriert ihn in seinen Tagesablauf
  • lobt seinen Hund, wenn dieser ihm gehorcht
  • unterlässt jede Art von Gewalt gegen seinen Hund
  • trägt Sorge für eine artgerechte Haltung seines Hundes (genügend Auslauf, Sozialkontakte mit Artgenossen, geeignetes Futter, nötige medizinische Vorsorge und Versorgung, etc.)
  • lässt seine läufige Hündin nicht unangeleint laufen und vermeidet mit ihr Spaziergänge an hundefrequentierten Plätzen (keine Besuche auf Hundewiesen, in Hundezonen, etc. !)
  • informiert Rüdenbesitzer rechtzeitig höflich von der Läufigkeit seiner Hündin
  • leint seinen Rüden bei Begegnungen mit läufigen Hündinnen so schnell wie möglich an
  • denkt und handelt immer vorausschauend
  • respektiert und akzeptiert Mitmenschen, die Angst vor Hunden haben
  • ruft seinen frei laufenden Hund rechtzeitig ab und nimmt ihn an die Leine, wenn Jogger, Skater, Reiter, Spaziergänger oder angeleinte Hunde entgegen kommen
  • entschuldigt sich für Unannehmlichkeiten aus der Begegnung mit seinem Hund
  • regelt die Entschädigung bei allfälligen Personen- od. Sachschäden
  • lässt Kinder nicht unbeaufsichtigt mit seinem Hund
  • nimmt den Kot auf und entsorgt ihn an den dafür vorgesehenen Plätzen
  • lässt seinen Hund nicht in fremde Gärten und während der Vegetationszeit nicht im Kulturland herumtollen
  • unterbindet das dauernde Gebell oder Geheul seines Hundes
  • verhindert das Jagen anderer Lebewesen (z.B. Vögel, Katzen, Wild, etc.)
  • unterbindet das Imponiergehabe seines Hundes gegenüber anderen Lebewesen
  • ...  ist sich stets der Verantwortung gegenüber seinem Hund und seinen Mitmenschen bewusst !
 
     Hundeschule LUCKY DOGS